Die Strippenzieherinnen


von Judith Kleinemeyer & Sandra Busch-Janser (Hg)

Preis: 24,80 EUR
Broschiert

ISBN: 9783938456170


Strippenzieherin ist kein nine-to-five-Job. Erfolgskriterien auf dem politischen Parkett Berlins sind Qualifikation, Charakter und Wissensdurst. Entschlossen und selbstbewusst nehmen sich diese Frauen ihren Platz in einer männlich dominierten Arbeitswelt. Dabei haben sie sich eine erfrischende Weiblichkeit und Fröhlichkeit bewahrt, die manches Männerherz zum Schmelzen bringt. Ist dies das neue Erscheinungsbild der Entscheider in Politik und Wirtschaft? Weisen sie nachfolgenden Generationen den Weg? Hier sind elf Strippenzieherinnen versammelt, die alle an der Schnittstelle zwischen Politik und Kommunikation ihren Mann stehen. Sie berichten von ihrer Arbeit, ihren Erfolgen, Irrwegen und Niederlagen - und vom Leben einer Karrierefrau unter Männern.


Inhalt & Vorwort zum Download


Rezensionen:


Public Affairs Blog

Eines vorweg: Die Strippenzieherinnen waren eines der besten Bücher, das ich seit einiger Zeit gelesen habe. Das hängt sicher mit der Auswahl der unterschiedlichen Autorinnen zusammen, die auf knapp 200 Seiten aus ihren Karrieren in Politik, Public Affairs und Lobbying erzählen. So begegnet der Leser unter anderem Claudia Kemfert vom DIW oder Cornelia Yzer vom Verband Forschender Arzneimittelhersteller. Schon der Klappentext macht neugierig, und der Untertitel ist nicht ohne Ironie. Wie in der Einleitung festgestellt, ist ohne Zweifel gesichert, dass Frauen trotz ihrer numerischen Überlegenheit, besserer Schulabschlüsse und häufigerer Beendigung des Studiums in Führungspositionen unterrepräsentiert sind und weniger Gehalt bekommen. Eine Autorin meint, dass angesichts dieser Voraussetzungen in Zukunft eine Männerquote im Beruf notwendig werden könnte. Es folgen vier Abschnitte zu wissenschaftlicher Politikberatung, wirtschaftlicher Interessenvertretung, gemeinnützigem Lobbying sowie Netzwerken und Hintergrundkreisen. Jeder einzelne Abschnitt beginnt dann mit einer grundlegenden Skizze der Branche; jeder Beitrag mit einem Autorinnenportrait. Sehr erfrischend sind die unterschiedlichen Schreibstile und die von zwei Autorinnen gewählte Interview-Form. Die Beiträge lesen sich sehr gut, sind abwechslungsreich, teilweise lustig, sehr persönlich und ab und an selbstironisch. Naturgemäß erfährt man mehr über die Erfolge der Autorinnen als über ihre Niederlagen, was dem Buch jedoch keinen Abbruch tut. Die wichtigste inhaltliche Erkenntnis für mich: Frauennetzwerke sind out. Selbst eine Organisation wie das Netzwerk Victress legt auf gemischte Zirkel für den Gedankenaustausch wert. Disclaimer: Ich habe eine Chefin.


Fundraiser Magazin: Strippenzieherinnen packen aus

Ja, Lobbyisten haben einen schweren Stand und ihr Handwerk wird kaum mit goldenem Boden verwechselt. „Strippenzieherinnen“ klingt spannender. Das gleichnamige Buch hält aber, was es verspricht. Hier schreiben zehn Frauen, die an der Schnittstelle zwischen Politik und Kommunikation Ihnen „Mann“ stehen. Teilweise überraschend offene Erfahrungsberichte von Frauen in den verschiedenen Positionen geben nicht nur einen Einblick in die Berliner Lobby-Szene sondern auch auf das von Männern oft als schwierig wahrgenommene Verhältnis zu Frauen in Führungspositionen. Porträts der Geschäftsführerinnen von Transparency International und Greenpeace Deutschland beispielsweise machen Mut, konsequent Ziele zu verfolgen und Widerstände gekonnt zu umschiffen. Das ist nicht nur für Frauen eine spannende Lektüre.


AVIVA

Die Herausgeberinnen haben sich auf die Suche nach den Frauen im Hintergrund gemacht, denn in Deutschlands Politik und Wirtschaft stehen nur wenige im Vordergrund. Erschienen bei polisphere library. "Wer Strippen zieht, der verfügt auch über Macht." Judith Kleinemeyer und Sandra Busch-Janser haben zehn Strippenzieherinnen recherchiert und lassen diese "aus dem Schattendasein hervortreten". Die ausgewählten Frauen berichten selbst von ihrem Leben als Karrierefrau, ihrer Arbeit, den Erfolgen und Niederlagen. Die Strippenzieherinnen stehen jeweils an der Schnittstelle zwischen Politik und Kommunikation – und allen Widerständen und Schwierigkeiten zum Trotz dort ihren "Mann". Zur Diskussion standen die Fragestellungen wie etwa: Wie weiblich kann/darf eine Frau in der männlich dominierten Arbeitswelt der Politik noch sein/bleiben? Was ist das wegweisende Erscheinungsbild der EntscheiderInnen in Politik und Wirtschaft? Können Sie Vorbilder für nachfolgende Generationen von Frauen und Männer sein? Brigitte Behrens (Greenpeace), Nicole Heizmann (Junge Lobby), Prof. Claudia Kemfert (DIW und HU Berlin), Anja Schlicht (PRint), Cornelia Yzer (Verband Forschender Arzneimittelhersteller), Annette Schirmer-Rusch (Institut Coaching Individual and Partner), Dr. Melanie Piepenschneider (Konrad-Adenauer-Stiftung), Dagmar Schröder-Huse (Transparency International), Sonja Müller (Initiative Victress e.V.) und Dr. Bettina Pohle (Berliner Zukunftssalon) sind die zehn ausgewählten Strippenzieherinnen. Thematisch eingeteilt in folgende vier Bereiche: "Wissenschaftliche Politikberatung", "Wirtschaftliche Interessenvertretung", "Gemeinnütziges Lobbying" und Netzwerke und Hintergrundskreise", erzählen jeweils zwei Frauen aus ihrem Spezialgebiet. Eingeleitet wird jeder Artikel mit einem Kurzportrait der Autorinnen. AVIVA-Tipp: Auch Frauen im Hintergrund verfügen über Macht, doch möchten sie sich selbst meist nicht als mächtig betrachten - ein altes sozialisationsbedingtes Problem. Frauen, die im politiknahen Bereich, also einer Männerdomäne, mitmischen, sind auch immer wieder Diskriminierungen und sexuellen Belästigungen ausgesetzt. Judith Kleinemeyer und Sandra Busch-Janser ist es gelungen, zehn großartige Strippenzieherinnen zum Plaudern aus dem Nähkästchen zu bewegen. Von ihnen können andere Frauen lernen, die in Politik und Wirtschaft auch gerne die Führung übernehmen wollen – sehr lesenswert!


Think Tank: “Frau, jung und erfolgreich” - Frauen in der Politikberatung

In Ministerien und Expertengremien, in Ausschüssen, auf Konferenzen und natürlich in den Medien: überall sind Politikberater ein fester Bestandteil des Politikprozesses. Eine Ausbildung dafür gibt es nicht, die Wege dorthin sind verschlungen. Wie wird man also Politikberater? Oder besser: wie wird man Politikberaterin? Eine 2007 vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) publizierte Studie ergab, dass der Frauenanteil in den Aufsichtsräten der größten deutschen Unternehmen lediglich 7,8 Prozent beträgt – eine schockierende Zahl. Aber sieht es in der Politik besser aus? Immerhin: seit 2005 wird das Land von einer Frau regiert, und Angela Merkels “Girls Camp” hat es selber zu einiger Berühmtheit gebracht. Trotzdem: abgesehen von einigen Ausnahmen wie zum Beispiel Jutta Allmendinger sind weibliche Politikberaterinnen immer noch selten in der Berliner Republik. In ihrem Buch “Die Strippenzieherinnen. Welche Frauen stehen im Hintergrund?” werfen die Herausgeberinnen Judith Kleinemeyer und Sandra Busch-Janser einen Blick auf die Karrieren von weiblichen Führungskräften im politischen Raum. Mit Melanie Piepenschneider, der Leiterin der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS), und Claudia Kemfert, Abteilungsleiterin am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) geben zwei prominente Beraterinnen einen sehr persönlichen Einblick in ihren Arbeitsalltag und ihre Karrieren. Die beiden Beiträge zeigen: einen einheitlichen Weg in die Politikberatung gibt es nicht, übrigens weder für Männer noch für Frauen. Sie beschreiben allerdings auch, wie man es trotzdem schaffen kann: durch das gezielte Einsetzen seiner Stärken, durch Mentoren (Männer wie Frauen) und Netzwerke – und natürlich auch durch die Medien. Die Vielseitigkeit ist der Trumpf für wissenschaftliche Politikberater und Politiberaterinnen – die akademische Qualifikation ist oft genau so wichtig wie sogenannte “soft skills” und Erfahrung im Umgang mit Medien. Dafür ist auch der Arbeitsalltag vielseitig: Organisation, Forschung, Lehre und Beratung gehen Hand in Hand: “Zugegeben: Ich arbeite viel”, bestätigt Claudia Kemfert. Erfolgreiche Politikberatung ist eben auch kein Nine-to-Five-Job. Und auch das ist wahr: mit einem “anzüglichen” Unterton müssen Frauen in der Männerdomäne Politik (oder Wissenschaft) umgehen können, ein Lächeln würde häufig als “Paarungsverhalten” interpretiert, so Kemfert weiter. Neben Frauen aus der wissenschaftlichen Politikberatung geben in dem Band auch Lobbyistinnen, NGO-Managerinnen und andere “Strippenzieherinnen” einen Einblick in ihren Arbeitsalltag. Jeder Beitrag wird darüber hinaus mit einem Kurz-Portrait der Autorin eingeleitet. Für alle, die wissen möchten, wie es sich lebt zwischen Uni-Seminar, Experten-Anhörung und Abend-Buffet ist “Die Strippenzieherinnen” ein lesenswertes Buch.


Victress: Hot Tip!

Strippenzieherin ist kein nine-to-five-Job. Erfolgskriterien auf dem politischen Parkett Berlins sind Qualifikation, Charakter und Wissensdurst. Entschlossen und selbstbewusst nehmen sich diese Frauen ihren Platz in einer männlich dominierten Arbeitswelt. Dabei haben sie sich eine erfrischende Weiblichkeit und Fröhlichkeit bewahrt, die manches Männerherz zum Schmelzen bringt. Ist dies das neue Erscheinungsbild der Entscheider in Politik und Wirtschaft? Weisen sie nachfolgenden Generationen den Weg? Hier sind elf Strippenzieherinnen versammelt, die alle an der Schnittstelle zwischen Politik und Kommunikation ihren Mann stehen. Mit dabei zwei Victress-Members: Sonja Müller, Vorsitzende der VICTRESS Initiative e.V., und Astrid von Rudloff, CEO von Weber Shandwick Deutschland. Sie berichten von ihrer Arbeit, ihren Erfolgen, Irrwegen und Niederlagen - und vom Leben einer Karrierefrau unter Männern. Gesammelt wurden die Berichte von den beiden Herausgeberinnen, die ebenfalls erfolgreich Strippen ziehen: Judith Kleinemeyer, Associate Director für dimap communications, einer Beratungsgesellschaft für Politik und Kommunikation und Sandra Busch-Janser, Public Affairs-Beraterin bei dimap. Sie leitet internationale Public Affairs-Etats wie die deutschen Kampagne zur G8-Präsidentschaft Russlands, die 2006 den Global Award for the best PR Campaign erhielt.


Civis

Der Titel ist nicht ohne Ironie gewählt: Über Strippenzieher hat man schon viel gelesen und gehört, aber gibt es nur Männer die im politischen Berlin Einfluss haben? Klar ist: Strippenzieherin ist kein nine-to-five-Job. Erfolgskriterien auf dem politischen Parkett Berlins sind Qualifikation, Charakter und Wissensdurst. Entschlossen und selbstbewusst suchen und finden immer mehr Frauen ihren Platz in einer männlich dominierten Arbeitswelt. Dabei haben sie sich eine erfrischende Weiblichkeit und Fröhlichkeit bewahrt, die manches Männerherz zum Schmelzen bringt. Ist dies das neue Erscheinungsbild der Entscheider in Politik und Wirtschaft? Weisen sie nachfolgenden Generationen den Weg? Dieser Frage gehen Sandra Busch-Janser und Judith Kleinemeyer in Ihrem Buch „Die Strippenzieherinnen. Welche Frauen stehen im Hintergrund?“ nach, das gerade im Polisphere-Buchverlag erschienen ist. Zehn Strippenzieherinnen haben sie versammelt, die alle an der Schnittstelle zwischen Politik und Kommunikation ihren „Mann“ stehen. Sie berichten von ihrer Arbeit, ihren Erfolgen, Irrwegen und Niederlagen – und vom Leben einer Karrierefrau unter Männern. Vielleicht ist diese Sicht der Dinge etwas reißerisch? Aber die Auswahl der unterschiedlichen Autorinnen auf knapp 200 Seiten läßt den Leser sowohl schmunzeln als auch Stirn runzeln. Denn obwohl es auf der Welt mehr Frauen gibt und diese sogar bessere Schulabschlüsse haben, oft schneller studieren, mehr Sprachen sprechen – kurz: einfach besser qualifiziert sind – sind sie in Führungspositionen unterrepräsentiert und erhalten oft noch immer weniger Gehalt. In vier Abschnitte zu wissenschaftlicher Politikberatung, wirtschaftlicher Interessenvertretung, gemeinnützigem Lobbying sowie Netzwerken und Hintergrundkreisen stellen die „Strippenzieherinnen“ ihren Werdegang und ihre Motivation dar. Jeder Abschnitt wird von den Herausgeberinnen mit einer Branchenskizze eingeleitet, jede der Autorinnen kurz persönlich porträtiert. Da berichtet beispielsweise Claudia Kemfert vom DIW Berlin, bekannt als Umwelt-/ Energieexpertin in Funk und Fernsehen, dass sie zwar „viel arbeite“, aber den Spagat zwischen Lehre und Forschung, Politikberatung und Medienpräsenz besonders spannend und herausfordernd fände. Auch Melanie Piepenschneider von der KAS empfindet die Männerdomäne als eine nette, amüsante Herausforderung – auch wenn ein Lächeln häufig als “Paarungsverhalten” interpretiert würde. Cornelia Yzer hat mit ihrem Wechsel vom Staatssekretärsposten in die freie Wirtschaft schon für viel Unverständnis gesorgt, doch sie weiß, dass man sich einfach nehmen muss, was man will. Das Buch belegt: Strippenziehen wie in den sagenumwobenen old-boys-Netzwerken in verräucherten Hinterzimmern bei Zigarre und Whisky ist „out“, vielmehr zählt in der Politikberatung und an deren Schnittstellen Professionalität, Seriösität und Spaß am Job. Es gibt weder für Männer noch für Frauen einen klaren Karriereweg dorthin. Doch die Autorinnen nennen so manches Hilfsmittel: ein Förderer, ein belastbares Netzwerk (Frauennetzwerke und -quoten sind ebenfalls „out“!), Mut zum Sprung ins kalte Wasser – und eine gute, solide akademische Ausbildung. Ein lesenswertes Buch – nicht nur für mehr Frauenpower, sondern auch ein Einblick in ein Berufsfeld, das sich zwischen Wissenschaft, Abendempfang und politischer Talkshow abspielt. Amüsant, interessant und lehrreich – jenseits der medialen Hysterie, die politische Interessenvertretung gerne provoziert.


DPRG intern: Wer die Strippen zieht

„Strippenzieherin ist kein nine-to-five-Job“, meinen Judith Kleinemeyer und Sandra Busch-Janser in ihrem jetzt erschienenen Buch „Die Strippenzieherinnen“. Für die Herausgeberinnen und Autorinnen sind Qualifikation, Charakter und Wissensdurst als wesentliche Erfolgkriterien für diejenigen, die auf dem glatten politischen Parkett Ber-lins bestehen wollen. Zehn erfahrene Frauen berichten vom Leben einer Karrierefrau unter Männern – von ihrer Arbeit, ihren Erfolgen aber auch von ihren Irrwegen und Niederlagen. Sie zeigen, wie sich Frauen entschlossen und selbstbewusst ihren Platz in einer männlich dominierten Arbeitswelt erobert und sich dennoch eine erfrischende Weiblichkeit und Fröhlichkeit haben.

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